Klinik für
Akut- und Psychosebehandlung
Der Schwerpunkt der Klinik liegt auf der Therapie von Erwachsenen mit Erkrankungen, bei denen psychotische Symptome (Halluzinationen, Wahn, Veränderungen der Gedankenwelt) oder Veränderungen des Ich-Erlebens (Derealisation, Depersonalisation, Dissoziationen) auftreten. Zur Klinik gehören drei spezialisierte Stationen.
Das Haus 4 der Klinik für Akut- und Psychosebehandlung dient vorrangig der Akutbehandlung von verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen ab dem 18. Lebensjahr bis einschließlich dem 64. Lebensjahr. Das Haus bietet dabei eine hochintensive ärztliche sowie pflegerische Betreuung bei akuten Gefährdungsmomenten wie der Eigen- und/oder Fremdgefährdung.
Das Haus ist in drei Bereiche eingeteilt, alle Bereiche unterliegen besonderen Schutz- und Behandlungsmaßnahmen und gelten als geschützt-geschlossen. Der an Haus 4 angegliederte Behandlungstrakt dient vorrangig zur Aufnahme von psychisch kranken Menschen in akuten Notsituationen und mit einem besonders hohen Schutz- und Behandlungsbedarf. Dabei handelt es sich um notfallmäßige Einweisungen durch den Rettungsdienst. In einem reizarmen Umfeld steht neben der medikamentösen und pflegerischen Notfallversorgung auch die Klärung der rechtlichen Behandlungsgrundlage im Vordergrund.
Therapien in Kleinstgruppen werden in Haus 4/1 in einer und in Haus 4/2 in zwei Therapiegruppen abgebildet. Neben der Gruppeneinteilung erfolgt die Bedarfsermittlung von Einzeltherapien tagesaktuell im multiprofessionellen Team. Somit kann eine individuelle Behandlung erfolgen und die Anforderungen dem Gesundheitszustand des Patienten angepasst werden.
Stationstelefon: +49 3601 80-3450
Haus 5 ist eine spezialisierte psychiatrische Sozio- und Psychotherapiestation für subakute erwachsene Patient:innen. Hier werden Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen in einem therapeutischen Umfeld begleitet und behandelt. Auf Station werden vorwiegend Patient:innen mit Psychoseerkrankungen behandelt, aber auch mit verschiedensten Persönlichkeitsstörungen. Meist sind die Patient:innen sogar chronisch schwer mehrfach psychisch erkrankt mit zum Teil drei bis vier Diagnosen, u. a. begleitet von affektiven Störungen und Suchterkrankungen.
Das Haus bietet neben der vollstationären Versorgung auch die Möglichkeit der teilstationären bzw. tagesklinischen Behandlung, insbesondere zur Vorbereitung auf das häusliche Umfeld und zur weiterführenden Belastungssteigerung.
Stationstelefon: +49 3601 80-3233
Das Haus 21 der Klinik für Akut- und Psychosebehandlung dient vorrangig nach Abklingen einer akuten Eigen- und/oder Fremdgefährdung als subakute Station für Patient:innen mit verschiedensten psychiatrischen Erkrankungen ab dem 18. Lebensjahr bis einschließlich dem 64. Lebensjahr. Patient:innen, die von einer geschützten Station verlegt werden und weiterhin entsprechende Motivation und Indikation aufweisen, werden hier weiter behandelt.
Im Mittelpunkt stehen die weitere Stabilisierung, die Förderung von Selbstständigkeit sowie die Vorbereitung auf die nächsten Behandlungsschritte und die Rückkehr in den Alltag. Das Haus bietet neben der vollstationären Versorgung auch die Möglichkeit der teilstationären bzw. tagesklinischen Behandlung, insbesondere zur Vorbereitung auf das häusliche Umfeld und zur weiterführenden Belastungssteigerung. Eine Besonderheit ist eine zusätzlich vollstationäre möblierte Außenwohnung zur besseren Einschätzung von Alltagskompetenzen und Bedarfsermittlung bei Vorbereitung auf eine betreute Wohnform beziehungsweise zur Abschätzung, ob ein Leben mit einem begrenzten Hilfebedarf noch möglich ist.
Stationstelefon: +49 3601 80-3228
Diagnostik
Krankheitsbilder
In der Klinik werden Menschen mit Symptomen unter anderem folgender Krankheitsbilder behandelt:
Bei Menschen mit einer bipolaren Störung schwankt die Stimmung zwischen extremen Hochphasen (Manie), in denen sie euphorisch aber oft auch reizbarer sind, und extremen Tiefphasen (Depression) mit Niedergeschlagenheit und Selbstzweifeln. Die Stimmungsschwankungen treten episodisch auf. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie kann die Schwere und Häufigkeit der Episoden vermindern.
Die psychischen Beschwerden einer Schizophrenie betreffen vor allem die Denkstruktur, die Reizverarbeitung und Sinneswahrnehmungen. Sprache, Gefühle, das Erleben der eigenen Person und die Wahrnehmung der Umgebung weichen stark vom Erleben gesunder Menschen ab. Alltägliche Aufgaben und der Beruf können oft nicht mehr bewältigt werden. Dennoch akzeptieren Betroffene häufig nicht, dass sie psychisch krank sind und lehnen eine Behandlung ab. Die Erkrankungen können drogeninduziert sein, treten jedoch auch spontan auf.
Bei der Borderline-Störung handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität von Stimmung, Emotionen, Identität sowie zwischenmenschlichen Beziehungen gekennzeichnet ist. Betroffene erleben sich als Opfer ihrer eigenen heftigen Gefühls- und Stimmungsschwankungen. Bei vielen Patienten besteht eine komplexe Traumatisierung nach Gewalterfahrungen in Kindheit und/oder Jugend.
Therapien
- Psychotherapie (Einzel- und Gruppengespräche)
- Pharmakotherapie
- Psychoedukation
- Soziotherapie
- Milieutherapie
- Ergo- und Bewegungstherapie
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