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Fachbereiche

Forensische Psychiatrie

Die Forensische Klinik im ÖHK Mühlhausen ist eine von drei Kliniken des Maßregelvollzugs des Freistaats Thüringen, in der – im Gegensatz zum Strafvollzug – psychisch kranke Rechtsbrecher untergebracht werden, die in nicht behandeltem Zustand eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Die hier durchgeführte mehrjährige Behandlung hat das Ziel, diese Patienten zu resozialisieren und in die Gesellschaft wieder einzugliedern. Die Behandlung erfolgt auf Anordnung eines Gerichts.

Die Forensische Klinik verfügt über 5 geschlossene Stationen Stationen (davon 2 Aufnahmestationen (FOR 4 und FOR 5) und 3 Therapiestationen (FOR1, FOR 2, FOR 3)) sowie eine Station für bereits gelockerte Patienten und die forensische Institutsambulanz.

Stationen

Behandlung

Therapie

Das Therapieprogramm der Forensischen Klinik ist überwiegend kognitiv-verhaltensorientiert mit der Besonderheit, dass die individuelle Deliktbearbeitung einen breiten Raum einnimmt. Das Therapieprogramm der Klinik hat zum Ziel, deliktpräventiv zu wirken und das Rückfallrisiko der Patienten in deliktisches Verhalten zu reduzieren. In verschiedenen Therapiegruppen werden von den Patienten mit Unterstützung der Therapeuten deliktbegünstigende Faktoren, die Dynamik ihres Delikts sowie bei ihnen noch bestehende deliktfördernder Denkmuster analysiert, um die Patienten letztlich dazu zu befähigen, Anzeichen für bevorstehendes deliktisches Verhalten zu erkennen und durch Erlernen von Verhaltensalternativen ihr eigenes Verhalten besser steuern und kontrollieren zu können.

Ein weiterer essenzieller Baustein der forensisch-psychiatrischen Behandlung ist die Erprobung von therapeutisch erworbenen Fähigkeiten im Real-Raum noch vor der Entlassung. Dazu dient ein Stufenmodell von Lockerungen und Erprobungen, an dessen Ende die Dauer-Wohnerprobung außerhalb der Klinik und schließlich die Entlassung auf Bewährung steht.

Am Anfang der Behandlung darf sich ein Patient nur innerhalb der Mauern der Klinik bewegen (Lockerungsstufe 0). Weitere Lockerungsschritte sind personalbegleitete Ausgänge (Lockerungsstufe 1) und schließlich Einzelausgänge mit intensiver Vor- und Nachbesprechung (Lockerungsstufe 3). Wenn Patienten diese Lockerungsstufe erreicht und sich darin bewährt haben, erfolgt die Weiterbehandlung in einem Bereich außerhalb der Klinik, in dem wesentlich weniger Sicherung erfolgt und der Schwerpunkt auf Arbeit und Ausbildung, intensiver Einzel- und Gruppentherapie liegt. Es wird jetzt von einem forensischen Patienten mehr Übernahme von Selbstverantwortung im engen Kontakt mit Therapeuten und Bezugspflege-Mitarbeitern erwartet und gefordert. Das beginnt mit dem Überwechseln aus dem geschlossenen in den offenen Bereich der Forensischen Klinik (Haus 81).

Mit Erreichen der Lockerungsstufe 4 können Patienten, die die entsprechenden Behandlungsfortschritte erzielt haben, sich – z.B in einem Wohnheim für psychisch kranke oder geistig behinderte Menschen außerhalb des ÖHK erproben, aber auch in Probewohnungen sowie einer therapeutischen Wohngemeinschaft (OMRV) auf dem Gelände des ÖHK auf ihre Entlassung aus der stationären Behandlung vorbereiten und prosoziales Alltagsverhalten einüben. In den Therapiebereichen des offenen stationären Maßregelvollzuges stehen derzeit 30 Plätze zur Verfügung.

Ihr direkter Kontakt

OEHK Servicenummer
Servicenummer
Oe HK 57 b
Dr. med. Natalia Schott
Chefärztin

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