ÖHK Mühlhausen Ökumenisches Hainich Klinikum gGmbH
Fachkrankenhaus für Neurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychotherapie

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Geschichte des ÖHK

Das Ökumenische Hainich Klinikum, Fachkrankenhaus für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie war und ist nach 90jährigem Bestehen die größte Nervenklinik in Thüringen, versorgt den Nordwesten Thüringens mit fast 1 Millionen Menschen und ist weit darüber hinaus bekannt. Es bietet in seiner denkmalgeschützten Park- und Villenanlage alle modernen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie und arbeitet eng, teils on-line, mit Kliniken zusammen, die ergänzende Möglichkeiten anbieten.

Während seiner langen Geschichte haben - im Guten wie im Schlechten - prominente Psychiater und Nervenärzte hier gearbeitet und ihre Spuren hinterlassen. Das Krankenhaus und seine Entwicklung wurde auf diese Weise zu einem Abbild dessen, was die Nervenheilkunde an Entwicklungen in Deutschland, aber auch - weniger extrem - in der Welt durchgemacht hat.

Aber auch gesellschaftliche Prozesse haben tiefe Spuren in diesem und in anderen vergleichbaren Krankenhäusern hinterlassen. Gegründet wurde es im christlich geprägten, humanen Geist der ausgehenden wilhelminischen Ära, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Der nationalsozialistische Vererbungswahn hat hier später ca. 3000 Menschen das Leben und noch mehr durch ebenso brutale wie sinnlose ärztliche Eingriffe die körperliche Unversehrtheit gekostet; die Haupttäter hier wurden entweder verurteilt oder wichen der Verantwortung durch Selbstmord aus. Im deutschen Reich werden die getöteten Menschen auf 300 - 500 000 geschätzt. Dies bewirkte eine lange nachwirkende Identitätskrise des Fachs Nervenheilkunde und Vorurteile noch heute in der Bevölkerung.

In der DDR und nach der Wende konnte das Krankenhaus wieder seinen alten Rang zurückgewinnen und an seine humane und ärztliche Tradition anknüpfen. Der gesellschaftliche Trend hat dieses lange in staatlicher Trägerschaft befindliche Haus nun zu einer ökumenischen, von katholischen und evangelischen Einrichtungen getragenen, gemeinnützigen Krankenhaus der Diakonie gemacht und damit - wenn man will - wieder zurückgetragen an die Stelle, von der aus alles begann: dem christlich geprägten, wertorientierten Helfen-Wollen.

Im folgenden möchten wir die historische Entwicklung beleuchten und den aktuellen Stand der hier beheimateten Fachdisziplinen der Nervenheilkunde skizzieren.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse, wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und nicht zuletzt: Gottes Segen.

 

Prof. Dr. med. L. Adler
Ärztlicher Direktor

PD Dr. med. M. Jauss
Chefarzt d. Neurologischen Klinik

Dr. med. F. Handerer
Chefarzt der
Klinik für Kinder- u. Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Dr. med. N. Boyan
Chefarzt der
Klinik f. Forensische Psychiatrie

 

 

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